Sveti Filip i Jakov

Der kleine Ort Sv. Filip i Jakov befindet sich in einem der schönsten Teilen der Adriaküste, in Dalmatien, im Herzen Kroatiens, 25 km südlich von Zadar, unmittelbar am Meer.
In der Region des heutigen Orts Sv. Filip i Jakov existierte in der fernen Vergangenheit vor fast 3000 Jahren eine kleine liburnische Siedlung, deren Rückstände an Trockenmauerwerken und Grabhügeln sichtbar sind und deren Funde heute im Museum Biograd aufbewahrt werden. Mit der Ankunft der Römer im I. Jahrhundert wurden den ausgedienten römischen Soldaten Landgüter und Villen gebaut, somit haben wir deren Rückstände abseits der Kirche Sv. Rok und in der Küstenregion von Biograd. Mit der Ankunft der Kroaten wuchs die Bedeutung dieser Region wegen der Nähe des kaiserlichen Biograds, das Landgüter abseits Sv. Filip i Jakov besaß. So existierte das Dorf Rogovo um die heutige Kirche Sv. Rok herum, die aus dem XI. Jahrhundert datiert. Da befinden sich auch die Rückstände einer Festung, die unter dem Namen Dvorine bekannt ist.

Das Dorf Rogovo hatte den kürzesten Weg bis zum Meer und da existierte eine kleine Kirche, die dem Heiligen Filip und Jakov gewidmet wurde. Nach dieser Kirche wurde das Dorf später benannt. Im XV. Jahrhundert wird zum ersten Mal der Name „San Filip e Giacomodi Rogovo“ erwähnt.

Der historische Kern des Orts ist im XVI. und größtenteils im XVII. Jahrhundert entstanden. Am Eingang fällt die Festung aus dem XVII. Jahrhundert auf, in der das Wappen eines Abtes aus Rogovo eingemauert ist. Die Kirche Sv. Mihovil wurde schon im XVI. Jahrhundert erwähnt und sie wurde durch die Türken zerstört, aber im Jahr 1707 wurde sie wieder erbaut, diesmal mit einem schönen Kirchturm.
Es gibt auch Rückstände eines Benediktinerklosters. Die Kirche Sv. Rok gehört zur romanischen Epoche, aus der nur selten Kirchen außerhalb der mitteralterlichen Küstenstädte erhalten sind. Deswegen wurde diese Kirche der zweiten Kategorie der Kulturdenkmäler zugeordnet.